Expo2027
Wir setzen uns ein für die Weiterführung der einzigartigen Tradition der Schweizer Landesausstellungen

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Landesausstellungen in der Schweiz haben Tradition

Expo 2027
Wir stehen ein für die nächste Landesausstellung in der Ostschweiz

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Die Ostschweiz traut sich das zu

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Tradition erhalten und pflegen

Tradition Landesausstellungen


Heute werden Seen gerne als natürliche Grenzen betrachtet. Ein flüchtiger Blick bestätigt hier: Bodensee und Rhein trennen die Schweiz von Österreich und von Deutschland, die Kantone St.Gallen, Thurgau und Schaffhausen von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg. Ein zweiter Blick auf die Landkarte zeigt aber noch etwas anderes: Im Bodensee existiert keine Grenzlinie!

Für die meisten von uns, die wir mit nationalen Identitäten und Reisepässen gross geworden sind, ist dies überraschend. Aus historischer Perspektive hingegen ist das Fehlen einer Grenze im Bodensee nur logisch und konsequent: Schliesslich diente der See während Jahrhunderten als verbindendes Element zwischen Gemeinden, Städten, Regionen und Ländern. Städte verbanden sich im Mittelalter dies- und jenseits des Sees miteinander, um gemeinsam politische und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Familien aus der Ostschweiz und Süddeutschland taten sich zusammen, um als Handelsgesellschaften Waren zu exportieren. Ganze Gewerbelandschaften bildeten sich aus, um gemeinsam und in Konkurrenz zueinander den Markt zu erobern. Enge Beziehungen wurden auch in der Grundversorgung gepflegt: Während Jahrhunderten waren grosse Teile der Ostschweiz abhängig von Getreide aus Süddeutschland. Der See und die Schifffahrt sicherten das Überleben vieler Menschen.

Aus historischer Perspektive gilt beim Blick auf die Bodenseeregion: grenzenlos offen. Nach sechs Landesausstellungen, die den Blick nach innen gerichtet haben – 1883 in Zürich, 1896 in Genf, 1914 in Bern, 1939 in Zürich, 1964 in Lausanne und 2002 in Biel, Neuenburg, Yverdon-les-Bains und Murten – bestünde nun die Gelegenheit, anhand einer Grenzregion die Offenheit der Schweiz zu zeigen. Noch sind die Resultate des lancierten Ideenwettbewerbs ausstehend, und selbstverständlich soll diesen auch nicht vorgegriffen werden – doch was entspräche dem Zeitgeist des 21. Jahrhunderts besser als eine Expo 2027 in einer Region, für die europäische Zusammenarbeit historisch gewachsen ist und auch heute noch zum Alltag gehört?

Die als Downloads (siehe unten auf der rechten Spalte nebenan) publizierten Texte zur Geschichte der Landesausstellungen und zur Bodenseeregion sollen dazu anregen, sich über die Durchführung einer künftigen Landessausstellung in der Ostschweiz Gedanken zu machen.